Pipeline & Möglichkeiten

KI-Ideen — was die KI in jedem Modul konkret tut

Über die drei MVP-Module hinaus lassen sich auf derselben BMD-Datenbasis 30+ weitere KI-Auswertungen monatlich anbieten. Diese Seite beschreibt zu jedem Modul in einem kurzen Absatz, was die KI darin genau macht — und wo SQL die Zahlen liefert, damit es haftungssicher bleibt.

Auswertung & Steuerung

BWA Plus mit KI-Kommentar

Die Zahlen kommen aus SQL. Die KI bekommt die fertige BWA-Tabelle und erzeugt einen verständlichen Kommentar: welche Konten den größten Beitrag zur Veränderung geliefert haben, ob der Effekt einmalig oder Trend ist, und welche zwei bis drei Punkte der Mandant prüfen sollte. Sie rechnet nicht — sie erklärt nur.

Forderungsmanagement

Aus der OP-Liste je Debitor und dem historischen Zahlungsverhalten leitet die KI eine priorisierte Empfehlungsliste ab: welcher Kunde reagiert auf Mahnung, wo lohnt sich ein Skonto, wer zahlt grundsätzlich erst nach 60 Tagen. Die Kanzlei sieht pro Mandant konkrete Schritte statt einer rohen OP-Tabelle.

Kostenträger- / Projekt-Profitabilität

SQL aggregiert Erlöse und Kosten je Kostenträger aus der KORE. Die KI ergänzt eine textuelle Auswertung — welche Projekte tragen, welche zehren, mögliche Ursachen — und liefert Gesprächsanker für die nächste Beratungsrunde mit dem Mandanten.

Kundenkonzentration

SQL berechnet Umsatzanteile je Kunde, die KI markiert Klumpenrisiken ("Kunde A macht 45 % des Umsatzes"), vergleicht mit der Vorperiode und schreibt einen kurzen Risikohinweis im Klartext — bereit zum Einbau in den Mandantenbrief.

Lieferantenkonzentration

Analog für die Beschaffungsseite: Wo entstehen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten? Die KI formuliert Diversifizierungs-Themen für die Beratung — inklusive Hinweis, ob die Konzentration über die letzten Quartale gestiegen oder gesunken ist.

Saisonalitäts- & Trendanalyse

SQL berechnet saisonbereinigte Trends pro Konto und Kostenstelle. Die KI klassifiziert jede Bewegung als "saisonüblich", "auffälliger Trend" oder "Ausreißer" und liefert die drei wichtigsten Veränderungen, die der Mandant kennen sollte — kein 30-Seiten-Report, sondern fokussierter Output.

Steuer & Compliance

UVA-Vorprüfung

Vor jeder Umsatzsteuer-Voranmeldung prüft das System die Buchungen auf Plausibilität (Verhältnis Umsatz / USt, Reverse-Charge-Logik, ungewöhnliche Vorsteuerquoten). Die KI fasst die Auffälligkeiten in einem kurzen Bericht zusammen, sortiert nach Schweregrad — der Steuerberater hakt sie ab oder klärt.

Steuerliche Frühwarnung

Schwellenwerte (Kleinunternehmer, MOSS, EU-Lieferschwellen, USt-IdNr-Pflicht) werden laufend gegen die Daten geprüft. Die KI formuliert verständliche Warnhinweise: "Ihr Umsatz nähert sich der Kleinunternehmer-Grenze — ab Q3 ist USt-Pflicht zu erwarten." Klar, früh, ohne Fachjargon.

Plan-Steuer-Forecast

Aus aktueller Gewinn-Hochrechnung und Verlustvorträgen berechnet SQL die voraussichtliche Steuerschuld (KöSt, ESt, GewSt) rollierend. Die KI erklärt dem Mandanten, wann welche Vorauszahlung greift und welche Gestaltungs-Hebel jetzt im Jahr noch möglich sind.

GoBD-Audit

Das System prüft systematisch die Aufzeichnungspflichten: Belegnummerierung, Zeitgerechtheit, Unveränderbarkeit. Die KI erstellt einen Mängelbericht mit Verweis auf konkrete Buchungen — nicht nur "fehlerhaft", sondern "Buchung Nr. 1234 wurde nachträglich verändert am TT.MM."

Insolvenz-Frühwarnung

Klassische Kennzahlen (Altman-Z-Score, EK-Quote-Trend, operativer Cashflow) werden aus den Daten berechnet. Die KI fasst die Lage in eine Beratungs-Empfehlung zusammen und liefert dem Steuerberater Argumentationsmaterial für ein notwendiges Krisengespräch mit dem Mandanten.

Anlagen & Finanzen

Anlagenmonitor

Aus dem ANBU-Anlagenspiegel werden Restbuchwerte, Restnutzungsdauern und Ersatzbedarfe extrahiert. Die KI formuliert eine kurze Investitionsplanung: welche Anlagen in den nächsten 12 Monaten an Lebensende kommen und welcher Ersatzaufwand absehbar ist.

Finanzierungs-Spiegel

Aus den Konten für Bankverbindlichkeiten und Zinsbuchungen wird der aktuelle Finanzierungsstand abgeleitet. Die KI prüft typische Covenant-Auflagen (Mindest-EK-Quote, Mindest-DSCR) und meldet, wenn ein Kennzahlen-Limit der Bank kritisch wird.

Investitionsrechnung

Für eine geplante Anschaffung berechnet SQL Kapitalwert, internen Zinsfuß und Amortisationsdauer auf Basis erwarteter Cashflows. Die KI formt das in eine entscheidungsfähige Empfehlung in Mandantensprache — mit Sensitivitäts-Hinweis ("ab welcher Auslastung lohnt es sich nicht mehr?").

Bilanzkennzahlen-Monitoring

Eigenkapitalquote, RoI, Verschuldungsgrad werden rollierend aus der Buchhaltung abgeleitet. Die KI ergänzt Trendinterpretation: "EK-Quote ist seit 6 Monaten rückläufig — primär durch Gewinnausschüttung, nicht durch operative Verschlechterung."

Personal

Personalkosten-Analyse

Die KI vergleicht Personalkosten gegen Umsatz und Branchen-Werte (sobald verfügbar). Sie liefert Hinweise zur Personalintensität, zeigt Lohnentwicklung gegen Inflation und macht Fluktuationskosten sichtbar — Inputs für eine Personalstrategie-Beratung.

Lohnabrechnungs-Plausibilität

Aus den LOHN-Daten erkennt das System ungewöhnliche Bewegungen: einzelne Bonuszahlungen außerhalb des Schemas, ungewöhnliche Stundenanzahlen, ausfallende Sozialbeiträge. Die KI formuliert eine Auffälligkeitenliste zur Prüfung durch den Lohnsachbearbeiter.

Headcount-Forecast

Aus historischer Korrelation Personalkosten / Umsatz wird der wahrscheinliche Headcount-Bedarf für die nächsten 12 Monate prognostiziert. Die KI macht daraus eine Diskussionsgrundlage für die Personalplanung des Mandanten.

Kommunikation & Reporting

Monatsbrief-Generator

Aus den Zahlen des Monats erzeugt die KI einen lesbaren Brief im Branding der Kanzlei: was war gut, was kritisch, welche drei Punkte sollte sich der Mandant ansehen. Freigabe immer durch den Steuerberater — die KI liefert nur den Entwurf.

Quartals- & Jahresbericht-Drafts

Längere Reports (BWA-Quartalsbericht, Jahresbrief, Bilanz-Erläuterung) werden als Entwurf von der KI vorgeschrieben — strukturiert, mit Zahlen aus SQL, mit Begründungen. Steuerberater korrigiert und gibt frei. Spart Stunden pro Mandant.

Branchenbenchmark

Sobald genug pseudonymisierte Daten anderer Mandanten der Kanzlei vorliegen, vergleicht das System Kennzahlen branchenintern. Die KI ordnet ein: "Ihr Mandant liegt mit einer Rohertragsquote von 38 % über dem Median (33 %) der Branche."

Mandanten-Antwort-Assistent

Wenn ein Mandant per E-Mail oder Telefon eine Frage zu seiner Lage stellt, tippt der Sachbearbeiter dieselbe Frage in das System. Die KI antwortet mit Datenbezug ("Stand Q1 2026: Liquidität ausreichend, Empfehlung X auf Basis Y"). Der Sachbearbeiter prüft und sendet.

Belege & Verträge

Belegtext-Klassifikator

Eingehende Buchungstexte werden automatisch Kategorien, Projekten und Kostenstellen zugeordnet. Die KI lernt mit jedem Korrektur-Feedback der Kanzlei dazu — nach 6 Monaten Trainingsphase ist die Trefferquote so hoch, dass manuelles Sortieren weitgehend entfällt.

Belegfoto-OCR mit Auto-Buchungsvorschlag

Mandant fotografiert eine Rechnung in der PWA. Die KI extrahiert per OCR Datum, Betrag, Lieferant, Kategorie und schlägt eine fertige Buchung vor — der Sachbearbeiter prüft mit einem Klick und bucht. Reibung zwischen Mandant und Kanzlei verschwindet.

Vertragsanalyse

Miete-, Leasing- und Kreditverträge werden hochgeladen. Die KI extrahiert die wichtigen Daten — Beginn, Ende, Kündigungsfrist, Zinssatz, Optionen — in eine Übersichtstabelle. Bei Fristen erhält die Kanzlei automatisch eine Vorwarnung, kein Vertrag wird mehr "vergessen".

Branchen-spezifisch

Handel — Lagerumschlag, Inventur, Deckungsbeiträge

Aus Wareneinsatz und Bestand berechnet SQL den Umschlag pro Artikel und Warengruppe. Die KI markiert Slow Mover, errechnet Deckungsbeiträge und schlägt Inventur-Stichproben vor. Praxiswert: Inventurvorbereitung wird halbautomatisiert.

Bauwirtschaft — Baulohn & § 13b

Branchenspezifische Buchungslogik (Reverse-Charge nach § 13b UStG, Bauabzugsteuer) wird automatisch geprüft. Die KI erkennt Konstellationen, in denen die Sonderregeln greifen, und markiert Buchungen, die noch korrigiert werden müssen — bevor das Finanzamt fragt.

Dienstleister — WIP & Projektmarge

Bei Projekt-Dienstleistern wird laufender Work-in-Progress aus Stundenbuchungen und Projektkosten ermittelt. Die KI prognostiziert die Projektmarge bei aktuellen Verbräuchen — Frühwarnung für Projekte, die still in Verlust laufen.

Für die Kanzlei selbst

Kanzlei-Controlling

Aus Stundenaufzeichnungen der Kanzlei und Honorarabrechnungen wird die Profitabilität je Mandant ermittelt. Die KI fasst zusammen: welche Mandanten tragen, welche zehren — Inputs für die Honorarverhandlungen im nächsten Quartal.

Honorar-Forecast

Auf Basis der Mandantenstruktur und historischer Honorarentwicklung prognostiziert SQL das voraussichtliche Honorarvolumen der Kanzlei für die nächsten 12 Monate. Die KI erklärt die Treiber und hilft bei Personalplanung und Kapazitätssteuerung.

Akquise-Anker

Die KI durchforstet die Mandantendaten nach Hinweisen auf zusätzlichen Beratungsbedarf: wachsende Komplexität, Auslandsbezug, Investitionspläne, Personalsprung. Sie schlägt der Kanzlei pro Mandant gezielte Beratungs-Anlässe vor — proaktive Akquise statt Zufall.

Strategischer Punkt: Jedes dieser Module nutzt dieselbe Datenbasis und denselben Validierungs-Layer wie die Sellable Three. Die Foundation wird einmal gebaut und trägt alle Folge-Module. Die Kanzlei wählt aus dieser Pipeline schrittweise das, was zu ihren Mandanten passt.

Wie wir aus dieser Liste ein Portfolio bauen

  1. Pilot-Kanzlei wählt: welche 2–3 Module aus dieser Liste wären für die eigenen Mandanten am verkaufbarsten?
  2. Mandanten-Test: 5 Mandanten zahlen einen kleinen Betrag für eine Vorab-Variante — der Markt-Check.
  3. Aufnahme ins Modul-Portfolio: nur, wenn ≥ 3 Mandanten den Mehrwert bestätigen.
  4. Wiederholen: alle 4–6 Wochen ein neues Modul evaluieren — kontinuierliche Erweiterung, nie Massenstart.