Drei Kern-Auswertungen, einzeln verkaufbar an Mandanten — plus eine
White-Label-App, mit der jeder Mandant seine Zahlen aufs Smartphone bekommt.
Die drei Kern-Module
Im MVP konzentriert sich das Projekt bewusst auf drei Module — alle drei
lassen sich einzeln verkaufen, einzeln abrechnen und einzeln
nachweisen. Sie bauen nicht zwingend aufeinander auf.
Liquiditäts-Radar
MVP
Wann reicht das Geld nicht mehr? Welche Hebel gibt es?
Was es macht
13-Wochen-Liquiditätsplan, rollierend
Erwartete Eingänge: aus OP-Liste mal historischer Zahlungswahrscheinlichkeit
Erwartete Ausgänge: aus wiederkehrenden Buchungsmustern (Miete, Lohn, Steuern)
Der Jahresabschluss ist Hauptkostenträger der Kanzlei. Das Modul reduziert
die manuelle Belegabstimmung typischerweise von Stunden auf Minuten und
produziert eine durchsuchbare Risikoliste.
Preisanker (Vorschlag)
150–300 € pro Abschluss · oder im Paket enthalten
Beispieldarstellung — Top-Auffälligkeiten nach Schweregrad (fiktiv)
hohes Risiko Prüfen Hinweis
Mandanten-Risiko-Score
MVP
Eine Zahl 0–100 pro Mandant — mit Begründung. Triage für die Kanzlei.
Eingangsfaktoren
Eigenkapitalquote & Entwicklung
DSO, OP-Altersstruktur, Mahnstufen
Trend Umsatz / Rohertrag / EBIT
Buchungsanomalien aus dem Qualitäts-Audit
Optional: Altman-Z-Score
Output
Eine Score-Zahl plus 2–3 Sätze textueller Begründung: "Score 62 — gestiegenes Risiko: DSO ist von 38 auf 51 Tage gewachsen,
Rohertragsquote in Q1 um 3,1 Punkte gefallen, kein operativer Schock
erkennbar. Empfehlung: Termin mit Mandant, Mahnstrategie prüfen."
Verkaufsargument
Die Kanzlei sieht in einer Liste sofort, welche von 100 Mandanten
Aufmerksamkeit brauchen. Mehr als ein Reportingtool: eine
Beratungs-Pipeline.
Beispieldarstellung — Score (62/100) und Verlauf der letzten 12 Monate (fiktiv)
Mehr als die Sellable Three
Auf derselben BMD-Datenbasis lassen sich über 30 weitere monatlich
abrechenbare KI-Module bauen — von BWA-Kommentar über
UVA-Vorprüfung bis Vertragsanalyse. Eine vollständige Liste mit
Beschreibung pro Modul findest du auf der eigenen Seite:
Telefonat Mandant → Kanzlei. Kanzlei zieht OP-Liste manuell, schätzt
Fixkosten, schreibt eine Excel. Antwort nach 1–2 Tagen. Aufwand
Kanzlei: ~3 h, Honorar: oft nicht abrechenbar.
Mit dem Liquiditäts-Radar
Mandant öffnet die Übersicht, sieht 13-Wochen-Plan mit Konfidenz,
erhält Empfehlung "Investition besser ab KW 32 möglich". Aufwand
Kanzlei: 0. Honorar: pauschal, monatlich.
Fall 2 — Vorbereitung Jahresabschluss
Heute
Sachbearbeiter prüft Sachkonten manuell, sucht nach Auffälligkeiten,
klärt Belege rückwirkend. Aufwand: 6–10 h pro Mandant.
Mit Qualitäts-Audit
Preflight-Bericht in < 5 Minuten: 23 markierte Posten, sortiert nach
Risiko, mit Buchungsverweis. Sachbearbeiter klärt zielgerichtet.
Aufwand: 1–2 h pro Mandant.
Fall 3 — Triage von 100 Mandanten
Heute
Beratungsbedarf wird ad hoc erkannt — meist erst, wenn der Mandant
anruft. Proaktive Beratung skaliert nicht.
Mit Risiko-Score
Wöchentliche Liste: 7 Mandanten im roten Bereich (Score < 50),
12 im gelben. Kanzlei kontaktiert proaktiv, vereinbart Termine —
neue Beratungsumsätze.
Mandanten-PWA — die App ohne App-Store
Eine zusätzliche Schicht der Plattform: jede Kanzlei kann ihren Mandanten eine
eigene Progressive Web App (PWA) bereitstellen — installierbar
auf Smartphone und Desktop, mit Push-Benachrichtigungen, ohne Apple- oder
Google-Store-Abhängigkeit.
Was ist eine PWA — in einem Satz?
Eine Website, die sich verhält wie eine App: eigenes Symbol auf dem
Home-Screen, funktioniert offline, sendet Push-Benachrichtigungen — wird aber
direkt aus dem Browser installiert. Keine Updates über den Store, keine
Genehmigungen.
Was der Mandant in der PWA sieht
Cockpit: Ampel zu Liquidität, Risiko-Score, offene Posten
Quick-Liquidität: "Reicht das Geld bis ...?" mit einem Tippen
Aktuelle Mahnungen & offene Rechnungen
Monatsbericht der Kanzlei als PDF, immer verfügbar
Belegfoto-Upload: Rechnung scannen, direkt zur Kanzlei senden
Direkter Kontakt zur Kanzlei (Anruf / Nachricht)
Beispieldarstellung — Mandanten-Cockpit auf dem Smartphone (schematisch)
Push-Benachrichtigungen — gezielt, nicht spammig
Push wird nur ausgelöst, wenn ein Schwellwert tatsächlich überschritten wird:
"Liquiditäts-Engpass möglich in KW 28" — wenn das Modell unter Schwellwert fällt
"3 Auffälligkeiten in der Buchhaltung dieses Monats — Kanzlei prüft"
"Ihr Risiko-Score ist auf 58 gefallen (vorher 64)"
"Großer Kunde: Zahlung 12 Tage überfällig"
"Monatsbericht ist da" — einmal im Monat
White-Label — Kanzlei-Branding
Jede Kanzlei richtet die PWA mit eigenem Logo, Namen, Farben und Domain ein
(z. B. mandant.kanzlei-mueller.at). Für den Mandanten fühlt sich
das an wie eine App seiner Steuerkanzlei — nicht wie eine generische
Drittanbieter-Lösung.
Geschäftlicher Hebel
Mandantenbindung: Eine App auf dem Home-Screen ist eine
permanente Präsenz der Kanzlei. Mandanten wechseln seltener.
Differenzierung im Markt: Bisher ist die Kanzlei eine
Software-Wahl (DATEV, BMD, Add-On). Mit eigener Mandanten-App tritt die
Kanzlei selbst auf.
Akquise-Argument: Bei Mandantengesprächen zeigt sich die
Kanzlei sofort als digital, modern, partnerschaftlich.
Reibung weg: Mandantenkommunikation, Belegübergabe,
Rückfragen — alles in einer Schnittstelle, statt E-Mail-Pingpong.
Wichtig: Die PWA ist kein eigenständiges Produkt,
sondern die Mandanten-Schnittstelle der Plattform. Sie
verlängert die Wertschöpfungskette der Kanzlei direkt bis aufs Smartphone des
Mandanten.