Was wird gebaut

Module & Mandanten-PWA

Drei Kern-Auswertungen, einzeln verkaufbar an Mandanten — plus eine White-Label-App, mit der jeder Mandant seine Zahlen aufs Smartphone bekommt.

Die drei Kern-Module

Im MVP konzentriert sich das Projekt bewusst auf drei Module — alle drei lassen sich einzeln verkaufen, einzeln abrechnen und einzeln nachweisen. Sie bauen nicht zwingend aufeinander auf.

Liquiditäts-Radar

MVP

Wann reicht das Geld nicht mehr? Welche Hebel gibt es?

Was es macht

  • 13-Wochen-Liquiditätsplan, rollierend
  • Erwartete Eingänge: aus OP-Liste mal historischer Zahlungswahrscheinlichkeit
  • Erwartete Ausgänge: aus wiederkehrenden Buchungsmustern (Miete, Lohn, Steuern)
  • Konfidenzintervall (Best/Erwartet/Worst Case)
  • Handlungsempfehlungen: Mahnlauf, Skonto, Investitionsverschiebung

Verkaufsargument

Der Mandant will wissen, ob er die neue Maschine finanzieren kann — heute dauert die Antwort 1–2 Tage manuell. Mit dem Modul: zwei Klicks.

Preisanker (Vorschlag)

50–120 €/Monat pro Mandant als Abo · 250–400 € als Einmalanalyse

Beispieldarstellung — 13-Wochen-Cashverlauf (Werte in T€, fiktiv)
300 200 100 0 Engpass-Risiko KW 28 KW 18 KW 22 KW 26 KW 30

Qualitäts-Audit (Abschluss-Preflight)

MVP

Findet Fehlbuchungen und Risiken vor dem Jahresabschluss.

Was es prüft

  • Ungewöhnliche Soll-/Haben-Kombinationen
  • Doppelte oder fehlende Gegenbuchungen
  • Saisonbereinigte Ausreißer auf Konten und Kostenstellen
  • USt-Plausibilität gegen Umsatzkonten
  • Reverse-Charge-Auffälligkeiten, Schwellenwerte (Kleinunternehmer, USt-IdNr)
  • Periodenfremdheit, Eröffnungsbilanz-Differenzen

Verkaufsargument

Der Jahresabschluss ist Hauptkostenträger der Kanzlei. Das Modul reduziert die manuelle Belegabstimmung typischerweise von Stunden auf Minuten und produziert eine durchsuchbare Risikoliste.

Preisanker (Vorschlag)

150–300 € pro Abschluss · oder im Paket enthalten

Beispieldarstellung — Top-Auffälligkeiten nach Schweregrad (fiktiv)
Konto 4400 · Bewirtung 18.450 € Konto 6815 · Doppelbuchung 2× 4.220 € Konto 1730 · Reverse-Charge fehlt Konto 1410 · Gegenbuchung offen Konto 4800 · Ausreißer 5,8× Ø Konto 8400 · UVA-Differenz +2.380 €
hohes Risiko Prüfen Hinweis

Mandanten-Risiko-Score

MVP

Eine Zahl 0–100 pro Mandant — mit Begründung. Triage für die Kanzlei.

Eingangsfaktoren

  • Eigenkapitalquote & Entwicklung
  • DSO, OP-Altersstruktur, Mahnstufen
  • Trend Umsatz / Rohertrag / EBIT
  • Buchungsanomalien aus dem Qualitäts-Audit
  • Optional: Altman-Z-Score

Output

Eine Score-Zahl plus 2–3 Sätze textueller Begründung:
"Score 62 — gestiegenes Risiko: DSO ist von 38 auf 51 Tage gewachsen, Rohertragsquote in Q1 um 3,1 Punkte gefallen, kein operativer Schock erkennbar. Empfehlung: Termin mit Mandant, Mahnstrategie prüfen."

Verkaufsargument

Die Kanzlei sieht in einer Liste sofort, welche von 100 Mandanten Aufmerksamkeit brauchen. Mehr als ein Reportingtool: eine Beratungs-Pipeline.

Beispieldarstellung — Score (62/100) und Verlauf der letzten 12 Monate (fiktiv)
62 von 100 aktueller Score 80 50 20 vor 12 Mon. Score-Verlauf heute

Mehr als die Sellable Three

Auf derselben BMD-Datenbasis lassen sich über 30 weitere monatlich abrechenbare KI-Module bauen — von BWA-Kommentar über UVA-Vorprüfung bis Vertragsanalyse. Eine vollständige Liste mit Beschreibung pro Modul findest du auf der eigenen Seite:

Zur Übersicht: KI-Ideen

Konkrete Vorher/Nachher-Beispiele

Beispielmandant: Beispiel-Handels GmbH · 2,4 Mio € Umsatz · 14 Mitarbeiter · Buchungen in BMD NTCS · OPOS gepflegt · KORE rudimentär.

Fall 1 — Mandant fragt nach Liquidität

Heute

Telefonat Mandant → Kanzlei. Kanzlei zieht OP-Liste manuell, schätzt Fixkosten, schreibt eine Excel. Antwort nach 1–2 Tagen. Aufwand Kanzlei: ~3 h, Honorar: oft nicht abrechenbar.

Mit dem Liquiditäts-Radar

Mandant öffnet die Übersicht, sieht 13-Wochen-Plan mit Konfidenz, erhält Empfehlung "Investition besser ab KW 32 möglich". Aufwand Kanzlei: 0. Honorar: pauschal, monatlich.

Fall 2 — Vorbereitung Jahresabschluss

Heute

Sachbearbeiter prüft Sachkonten manuell, sucht nach Auffälligkeiten, klärt Belege rückwirkend. Aufwand: 6–10 h pro Mandant.

Mit Qualitäts-Audit

Preflight-Bericht in < 5 Minuten: 23 markierte Posten, sortiert nach Risiko, mit Buchungsverweis. Sachbearbeiter klärt zielgerichtet. Aufwand: 1–2 h pro Mandant.

Fall 3 — Triage von 100 Mandanten

Heute

Beratungsbedarf wird ad hoc erkannt — meist erst, wenn der Mandant anruft. Proaktive Beratung skaliert nicht.

Mit Risiko-Score

Wöchentliche Liste: 7 Mandanten im roten Bereich (Score < 50), 12 im gelben. Kanzlei kontaktiert proaktiv, vereinbart Termine — neue Beratungsumsätze.

Mandanten-PWA — die App ohne App-Store

Eine zusätzliche Schicht der Plattform: jede Kanzlei kann ihren Mandanten eine eigene Progressive Web App (PWA) bereitstellen — installierbar auf Smartphone und Desktop, mit Push-Benachrichtigungen, ohne Apple- oder Google-Store-Abhängigkeit.

Was ist eine PWA — in einem Satz?

Eine Website, die sich verhält wie eine App: eigenes Symbol auf dem Home-Screen, funktioniert offline, sendet Push-Benachrichtigungen — wird aber direkt aus dem Browser installiert. Keine Updates über den Store, keine Genehmigungen.

Was der Mandant in der PWA sieht

Beispieldarstellung — Mandanten-Cockpit auf dem Smartphone (schematisch)
Steuerkanzlei Müller Mai 2026 · Beispiel-Handels GmbH Liquidität reicht bis KW 28 Risiko-Score 62 / 100 ▴ stabil Offene Posten 3 überfällig > 30 d Beleg foto. Bericht Push-Nachricht (Beispiel) Steuerkanzlei Müller · jetzt Liquiditäts-Engpass möglich in KW 28. Tippen für Cockpit Push-Nachricht (Beispiel) Steuerkanzlei Müller · gestern 3 Auffälligkeiten in der Buchhaltung. Kanzlei prüft Eigenschaften • installierbar (iOS, Android, Desktop) • Push ohne Apple/Google-Store • offline-fähig • White-Label-Branding der Kanzlei • strikte Mandantentrennung • Belegfoto-Upload eingebaut

Push-Benachrichtigungen — gezielt, nicht spammig

Push wird nur ausgelöst, wenn ein Schwellwert tatsächlich überschritten wird:

White-Label — Kanzlei-Branding

Jede Kanzlei richtet die PWA mit eigenem Logo, Namen, Farben und Domain ein (z. B. mandant.kanzlei-mueller.at). Für den Mandanten fühlt sich das an wie eine App seiner Steuerkanzlei — nicht wie eine generische Drittanbieter-Lösung.

Geschäftlicher Hebel

Wichtig: Die PWA ist kein eigenständiges Produkt, sondern die Mandanten-Schnittstelle der Plattform. Sie verlängert die Wertschöpfungskette der Kanzlei direkt bis aufs Smartphone des Mandanten.